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Maorikultur
Einheimische Kultur
Das Volk der Maori sind die Ureinwohner von Aotearoa (Neuseeland), die
als Erste vor über 1000 Jahren in Waka Hourua (Reisekanus) von Hawaiki, dem
Heimatland ihrer Vorfahren, ankamen. Heute machen die Maori 14 Prozent der
Bevölkerung aus. Ihre Sprache und Kultur hat einen wichtigen Einfluss auf
alle Aspekte des Lebens in Neuseeland.
Reich und vielfältig
Die Maori haben eine reiche und vielfältige Kultur, die traditionelle und
zeitgenössische Kunst umfasst. Traditionelle Künste wie Schnitzen, Weben,
Kapa Haka (Gruppendarbietung), Whaikorero (Redekunst) und Moko (Tätowierung)
werden im ganzen Land praktiziert. Die Ausübenden, die den Schritten ihrer
Tipuna (Vorfahren) folgen, kopieren die Techniken, die vor Hunderten von
Jahren verwendet wurden, entwickeln aber auch aufregende neue Techniken und
Formen. Die Maori-Kultur umfasst heute auch Kunst, Film, Fernsehen,
Dichtung, Theater und Hiphop. |
Te Reo Maori — die Maori-Sprache
Der Neuseeland-Besucher wird sofort mit der Maori-Sprache konfrontiert,
da die Mehrzahl der Ortsnamen einen Maori-Ursprung haben. Diese anscheinend
unaussprechbaren Namen mögen den Besucher vielleicht zuerst verwirren. Aber
tatsächlich hat Maori eine logische Struktur und, anders als das Englische,
sehr durchgängige Regeln für die Aussprache.
Wie spricht man Onehunga, Whangamomona, Kahikatea und Nguru aus?
Maori besteht aus fünf Vokalen: a e i o u (‚a’ wie in ‚Fahne’, ‚e’ wie in
‚Etage’, ‚i’ wie in ‚Ziel’, u’ wie in ‚Mut’). Es gibt im Maori fünf
Konsonanten, die den deutschen ähnlich sind — ‚h’, ‚k’, ‚m’, ‚n’, ‚p’, ‚r’,
‚t’ und ‚w’. Außerdem gibt es zwei weitere Konsonanten — ‚wh’ und ‚ng’.
Viele Maori sprechen das ‚wh’ ähnlich unserem ‚f’ aus. Das ‚ng’ ist ähnlich
unserem ‚ng’ in einem Wort wie ‚singen’, außer dass in Maori Worte mit ‚ng’
beginnen können.
Kia ora = Guten Tag!
Wenn ein Besucher den Versuch macht, die Begrüßungen der Maori zu
verwenden, führt dies fast immer zu einer erfreuten Antwort sowohl der Maori
als auch der (europäischen) Neuseeländer. Kia ora — Hallo Kia ora tatou —
Hallo Ihr alle Tena koe — Ich grüße dich (zu einer Person gesagt) Tena
koutou — Ich grüße euch Haere mai — Willkommen Nau mai — Willkommen Kei te
pehea koe? — Wie geht’s? Kei te pai — Gut Tino pai — Wirklich gut Haere ra —
Lebewohl Ka kite ano — Auf Wiedersehen Hei konei ra — Bis später |
Das Maori-Protokoll
Als polynesisches Stammvolk haben die Maori ein einmaliges Protokoll. Der
beste Ort, um es zu beobachten ist auf einem Marae (Versammlungsplatz der
Maori). Viele Tourismusveranstalter in Neuseeland organisieren Besuche von
Marae.
Willkommen beim Powhiri
Ein Powhiri (formelle Begrüßung) auf einem Marae beginnt mit einer Wero
(Herausforderung). Ein Krieger der Tangata Whenua (Gastgeber) fordert die
Manuhiri (Gäste) heraus. Er trägt möglicherweise einen Speer (Taiaha) und
legt ein Zeichen (oft einen kleinen Zweig) auf den Boden, das die Manuhiri
aufheben, um zu zeigen, dass sie mit friedlichen Absichten kommen. Einige
Kuia (Frauen) der Tangata Whenua (Gastgeber) führen einen Karanga
(Ruf/Gesang) für die Manuhiri auf. Die Frauen der Manuhiri antworten darauf,
während sie sich vor ihren Männern auf den Marae bewegen.
Whaikorero — Begrüßungsreden
Sobald sie im Wharenui (Versammlungshaus) auf dem Marae sind, werden
Mihimihi (Begrüßungswünsche) ausgetauscht und Whaikorero (Reden) gehalten.
Um die guten Wünsche der Reden zu bekräftigen, werden möglicherweise Waiata
(Lieder) gesungen. Normalerweise übergeben die Manuhiri dann den Tangata
Whenua ein Koha (Geschenk), nachdem sie die Gastgeber mit einem Hongi — dem
zeremoniellen Berühren der Nasen – begrüßt haben. Nach dem Powhiri, wird das
Kai (Essen) gemeinsam eingenommen.
Geschichten und Legenden
Die Maori haben eine mündliche Kultur, die reich an Geschichten und
Legenden ist. Die Schöpfungsgeschichte der Maori beschreibt, wie die Welt
durch die gewaltsame Trennung von Ranginui, dem Himmelsvater, und
Papatuanuku, der Erdmutter, durch ihre Kinder entstanden ist. Viele
Schnitzereien und Kunstwerke der Maori stellen diesen Kampf bildlich dar.
Eine Insel wird herausgefischt
Die Erschaffung Neuseelands wird in der Legende von Maui beschrieben.
Dieser Gott war ein dreister Schwindler, dem es unter anderem gelang, die
Sonne dazu zu bringen, die Tage länger zu machen. Seine größte Berühmtheit
erlangte er jedoch, als er die Nordinsel herausfischte, was als Te Ika a
Maui (der Fischzug des Maui) beschrieben wird. Ein Blick auf eine
Luftaufnahme der Nordinsel zeigt, wie sehr sie einem Fisch ähnelt. Die Maori
glauben, dass der hohe Norden der Schwanz des Fisches ist und Wellington
Harbour das Maul. Die Maori beschreiben die Südinsel als das Waka (Kanu) und
die Stewart-Insel (Rakiura) als den Punga (Anker) von Maui. |
Einheimische Kultur
Das Volk der Maori sind die Ureinwohner von Aotearoa (Neuseeland), die
als Erste vor über 1000 Jahren in Waka Hourua (Reisekanus) von Hawaiki, dem
Heimatland ihrer Vorfahren, ankamen. Heute machen die Maori 14 Prozent der
Bevölkerung aus. Ihre Sprache und Kultur hat einen wichtigen Einfluss auf
alle Aspekte des Lebens in Neuseeland.
Reich und vielfältig
Die Maori haben eine reiche und vielfältige Kultur, die traditionelle und
zeitgenössische Kunst umfasst. Traditionelle Künste wie Schnitzen, Weben,
Kapa Haka (Gruppendarbietung), Whaikorero (Redekunst) und Moko (Tätowierung)
werden im ganzen Land praktiziert. Die Ausübenden, die den Schritten ihrer
Tipuna (Vorfahren) folgen, kopieren die Techniken, die vor Hunderten von
Jahren verwendet wurden, entwickeln aber auch aufregende neue Techniken und
Formen. Die Maori-Kultur umfasst heute auch Kunst, Film, Fernsehen,
Dichtung, Theater und Hiphop. |
Te Reo Maori — die Maori-Sprache
Der Neuseeland-Besucher wird sofort mit der Maori-Sprache konfrontiert,
da die Mehrzahl der Ortsnamen einen Maori-Ursprung haben. Diese anscheinend
unaussprechbaren Namen mögen den Besucher vielleicht zuerst verwirren. Aber
tatsächlich hat Maori eine logische Struktur und, anders als das Englische,
sehr durchgängige Regeln für die Aussprache.
Wie spricht man Onehunga, Whangamomona, Kahikatea und Nguru aus?
Maori besteht aus fünf Vokalen: a e i o u (‚a’ wie in ‚Fahne’, ‚e’ wie in
‚Etage’, ‚i’ wie in ‚Ziel’, u’ wie in ‚Mut’). Es gibt im Maori fünf
Konsonanten, die den deutschen ähnlich sind — ‚h’, ‚k’, ‚m’, ‚n’, ‚p’, ‚r’,
‚t’ und ‚w’. Außerdem gibt es zwei weitere Konsonanten — ‚wh’ und ‚ng’.
Viele Maori sprechen das ‚wh’ ähnlich unserem ‚f’ aus. Das ‚ng’ ist ähnlich
unserem ‚ng’ in einem Wort wie ‚singen’, außer dass in Maori Worte mit ‚ng’
beginnen können.
Kia ora = Guten Tag!
Wenn ein Besucher den Versuch macht, die Begrüßungen der Maori zu
verwenden, führt dies fast immer zu einer erfreuten Antwort sowohl der Maori
als auch der (europäischen) Neuseeländer. Kia ora — Hallo Kia ora tatou —
Hallo Ihr alle Tena koe — Ich grüße dich (zu einer Person gesagt) Tena
koutou — Ich grüße euch Haere mai — Willkommen Nau mai — Willkommen Kei te
pehea koe? — Wie geht’s? Kei te pai — Gut Tino pai — Wirklich gut Haere ra —
Lebewohl Ka kite ano — Auf Wiedersehen Hei konei ra — Bis später |
Das Maori-Protokoll
Als polynesisches Stammvolk haben die Maori ein einmaliges Protokoll. Der
beste Ort, um es zu beobachten ist auf einem Marae (Versammlungsplatz der
Maori). Viele Tourismusveranstalter in Neuseeland organisieren Besuche von
Marae.
Willkommen beim Powhiri
Ein Powhiri (formelle Begrüßung) auf einem Marae beginnt mit einer Wero
(Herausforderung). Ein Krieger der Tangata Whenua (Gastgeber) fordert die
Manuhiri (Gäste) heraus. Er trägt möglicherweise einen Speer (Taiaha) und
legt ein Zeichen (oft einen kleinen Zweig) auf den Boden, das die Manuhiri
aufheben, um zu zeigen, dass sie mit friedlichen Absichten kommen. Einige
Kuia (Frauen) der Tangata Whenua (Gastgeber) führen einen Karanga
(Ruf/Gesang) für die Manuhiri auf. Die Frauen der Manuhiri antworten darauf,
während sie sich vor ihren Männern auf den Marae bewegen.
Whaikorero — Begrüßungsreden
Sobald sie im Wharenui (Versammlungshaus) auf dem Marae sind, werden
Mihimihi (Begrüßungswünsche) ausgetauscht und Whaikorero (Reden) gehalten.
Um die guten Wünsche der Reden zu bekräftigen, werden möglicherweise Waiata
(Lieder) gesungen. Normalerweise übergeben die Manuhiri dann den Tangata
Whenua ein Koha (Geschenk), nachdem sie die Gastgeber mit einem Hongi — dem
zeremoniellen Berühren der Nasen – begrüßt haben. Nach dem Powhiri, wird das
Kai (Essen) gemeinsam eingenommen.
Geschichten und Legenden
Die Maori haben eine mündliche Kultur, die reich an Geschichten und
Legenden ist. Die Schöpfungsgeschichte der Maori beschreibt, wie die Welt
durch die gewaltsame Trennung von Ranginui, dem Himmelsvater, und
Papatuanuku, der Erdmutter, durch ihre Kinder entstanden ist. Viele
Schnitzereien und Kunstwerke der Maori stellen diesen Kampf bildlich dar.
Eine Insel wird herausgefischt
Die Erschaffung Neuseelands wird in der Legende von Maui beschrieben.
Dieser Gott war ein dreister Schwindler, dem es unter anderem gelang, die
Sonne dazu zu bringen, die Tage länger zu machen. Seine größte Berühmtheit
erlangte er jedoch, als er die Nordinsel herausfischte, was als Te Ika a
Maui (der Fischzug des Maui) beschrieben wird. Ein Blick auf eine
Luftaufnahme der Nordinsel zeigt, wie sehr sie einem Fisch ähnelt. Die Maori
glauben, dass der hohe Norden der Schwanz des Fisches ist und Wellington
Harbour das Maul. Die Maori beschreiben die Südinsel als das Waka (Kanu) und
die Stewart-Insel (Rakiura) als den Punga (Anker) von Maui. |
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